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Bürger für Groß-Buchholz

Der Pinkenburger Kreis wurde im Sommer 1985 von Friedrich- Wilhelm Busse als Ortsgruppe des Heimatbundes Niedersachsen gegründet. Anlass waren die vielen zumeist verrottenden Fachwerkhäuser im Dorfkern. Außerdem war es von Anfang anFriedrich-Wilhelm Busse eine wichtige Aufgabe für den Verein, Fotos vom alten Dorfkern und Erinnerungen alter Menschen an das Leben in früheren Jahrzehnten zu erhalten und zu archivieren. Inzwischen konnten zwei Bände einer Ortschronik erstellt werden, ein umfangreiches Fotoarchiv ist entstanden und es wurden hunderte Veranstaltungen kultureller oder geselliger Art durchgeführt. Das Osterfeuer wurde ins Leben gerufen, der Gr.-Buchholzer Weihnachtsmarkt wird seit 1988 vom Pinkenburger Kreis organisiert. Auch nach den Worten des hannoverschen Oberbürgermeisters würde der Ortskern von Gr.-Buchholz ohne die Arbeit des Vereins heute anders aussehen. Mit dieser Arbeit im festen Verbund mit den anderen Vereinen, Verbänden und Initiativen im Stadtteil haben wir aber vor allem eines erreicht: Ein Gemeinschaftsbewußtsein zu schaffen und – etwas mehr Wärme in dieser kälter gewordenen Welt. Ein Bürgerhaus steht für Veranstaltungen im kulturellen, sozialen und geselligen Bereich zur Verfügung und kann -nach Absprache- von allen Bürgerinnen und Bürgern genutzt werden. Dorfplatz, Brunnen und Bürgerhaus wurden vom Pinkenburger Kreis initiiert und weitgehend finanziert. Als Anerkennung erhielt unser Verein in den Jahren 2008 und 2018 den Bürgerpreis des Stadtbezirksrates.
Pinkenburger Kreis, Dorfplatz mit Brunnen
Dorfplatz mit Brunnen
Sie werden auf diesen Seiten über die Veranstaltungen und Aktivitäten des Vereins informiert. Vielleicht sind Sie demnächst auch einmal bei einer Veranstaltung dabei oder möchten Mitglied werden. Haben Sie Ideen und Anregungen, dann lassen Sie es uns wissen, wir haben für Sie die Seite Kontakt eingefügt. Oder möchten Sie uns aktiv unterstützen, hier findet ihr zum ausdrucken unsere Beitrittserklärung.
Ihr Friedrich-Wilhelm Busse

Pinkenburger Kreis trauert um Friedrich-Wilhelm Busse

Wir sind bestürzt über den Tod unseres Vereinsgründers Friedrich-Wilhelm Busse. Sein Leben endete am 28. März 2020 im Alter von nur 57 Jahren. Groß-Buchholz verliert (s)einen Pfleger des Brauchtums und der Geschichte. Friedrich-Wilhelm Busse hat sich schon mit Mitte Zwanzig für den Erhalt alter Bauernhäuser in seinem Stadtteil eingesetzt. In diesem Alter haben junge Männer eigentlich ganz andere Interessen. Es ärgerte ihn schon damals sehr, dass Geschichte und Geschichten unwiederbringlich verschwinden könnten. Das hat er wieder und wieder erfolgreich verhindert. Sein Wahlspruch war immer „Wir sind Bewahrer des Feuers und nicht der Asche“. Viel hat dazu wohl der Umstand beigetragen, dass seine Familie schon seit einigen hundert Jahren in Groß-Buchholz ansässig ist. Somit war er mit vielen örtlichen Familien verwandt. Durch das Sammeln alter Bilder und historischer Informationen mittels Aufrufen sind zwei Bildbände und Publikationen über den 1906 eingemeindeten Ortsteil von Hannover entstanden. Durch sein Engagement in vielen Vereinen, Verbänden und der Politik gelang es ihm, alte Hofstellen vor dem Abriss zu bewahren. Heute werden diese wunderschön restaurierten Häuser von Besuchern bestaunt und wohl als Selbstverständlichkeit hingenommen. Doch das war mitnichten so. Abreißen und modern neu bauen, das war der Zeitgeist. Wer sich dagegen auflehnte, war ein ewig Gestriger. Das war Busse nun wahrlich nicht. Tradition ja, aber angepasst an die Zeit und zugeschnitten auf die Menschen von heute, das war seine Devise. Das machte ihn aber auch nicht immer zu einem einfachen Gesprächspartner, denn er konnte mit einem Geschichtswissen aufwarten, das kaum ein anderer hatte. Auch hatte er einen guten Instinkt für das Verfechten von Zielen, wie z. B. die Gestaltung des Platzes vor der Gaststätte Pinkenburg. Früher war das kein schöner Anblick. Durch den Brunnen im Stil des ländlichen Lebens, mit vielen bronzenen Tierfiguren und einer Kopfsteinpflasterung herum, entstand ein wunderschöner Dorfplatz. Heute ist er der Mittelpunkt für viele Feste, wie dem Maifest und natürlich dem Weihnachtsmarkt. Letzterer geht auch auf die Initiative von Busse zurück. Durch Spenden finanziert und unter tatkräftiger Unterstützung der Mitglieder des Pinkenburger Kreises entstand die neue Ortsmitte. Auch der Pinkenburger Kreis wurde von Busse erst als Interessengemeinschaft und kurz darauf unter dem Dach vom Heimatbund Niedersachsen e.V. installiert. Zu Beginn des Jahres 1985 war es erst eine kleine Schar gleichgesinnter Bürger, aber schon im Jahre 1987 hatte der Verband 49 Mitglieder und wuchs rasant auf heute über 200 Mitglieder an. Nicht unerwähnt bleiben sollen die diversen CDs und ein Heftchen mit einem geschichtlichen Ortswegweiser, die er hat erstellen lassen, um der Nachwelt die Geschichte seiner Heimat unvergesslich zu machen. Ein großer Glücksfall war im Jahre 2009 der Erwerb des alten Trafohäuschens hinter dem Brunnen. Auch hier war der Vorsitzende des Pinkenburger Kreises maßgeblich beteiligt. Viele Bürger aus Groß-Buchholz halfen bei der Umgestaltung zum heutigen Bürgerhaus, mit Rat und Tat und natürlich auch mit Spenden. Bei der Einweihung im Spätsommer 2013 waren auch der Ministerpräsident Stephan Weil und der Vorsitzende des Heimatbundes Niedersachsen Heinz- Siegfried Strelow anwesend. Beide würdigten den Pinkenburger Kreis als am stärksten wachsenden Verband im Heimatbund. Ohne Friedrich-Wilhelm Busse und sein Stehvermögen bei der Umsetzung so vieler Projekte wäre Groß-Buchholz ein ganzes Stück ärmer. Als Anerkennung erhielten F.-W. Busse und sein Vorstand zweimal den Bürgerpreis des Stadtbezirksrates. Der niedersächsische Verdienstorden wurde Busse im Jahre 2019 verliehen. Friedrich-Wilhelm Busse hinterlässt seine Frau Martina, seine Mutter Renate und seine beiden Söhne Georg und Ludwig. Wir trauern mit ihnen und wünschen ihnen Kraft und Zuversicht für die kommende Zeit. Er wird uns immer als Vorbild in guter Erinnerung bleiben.

Hartmut Valentin

Pflege der Heimat, Kultur und Natur